FAQ

Häufige Fragen


Wo finde ich die Schuldnerberatung?
Anleitung


Wie komme ich zu einem Beratungstermin?
Anleitung


Warum muss ich mich persönlich bei der Schuldnerberatung anmelden?
Aufgrund des Datenschutzes ist es notwendig, dass Sie sich selbst bei uns melden. Wir können keine Daten von Dritten aufnehmen, sonst könnte es passieren, dass Sie jemand ohne Ihr Wissen bei der Schuldnerberatung anmeldet.


Ich möchte mich für einen Angehörigen/Bekannten erkundigen?
Es besteht jederzeit die Möglichkeit ein telefonisches Beratungsgespräch mit einem Berater bzw. einer Beraterin bei uns zu führen. Hierfür werden selbstverständlich keine Daten aufgenommen.


Ich habe nur ein geringes Telefonguthaben. Wie lange dauert das erste Gespräch?
Der erste Kontakt, Datenaufnahme und telefonische Beratung, dauert in etwa 15 Minuten. Verfügen Sie über ein knappes Telefonguthaben, rufen wir Sie selbstverständlich gerne zurück.


Ist die Beratung kostenlos?
Ja, unsere Beratungsleistungen sind kostenlos.


Bekomme ich Auskünfte über Angehörige/Bekannte?
Nein, selbstverständlich nicht! Alle Daten unserer KundInnen unterliegen dem Datenschutz, Informationen können wir nur auf Wunsch unserer KundInnen weitergeben.


Geben Sie Auskünfte oder Daten an Dritte weiter?
Nein, selbstverständlich behandeln wir Ihre Daten mit größtmöglicher Vertraulichkeit und geben ohne Ihr Einverständnis keinerlei Informationen an Dritte weiter.


Was kann ich im Vorfeld schon erledigen?
  • Zuerst verschaffen Sie sich bitte einen Überblick über ihre aktuellen Schuldenstände. Hierzu nehmen Sie mit Ihren Gläubigern bzw. deren Vertretern (Rechtsanwalt, Inkassobüro) schriftlich Kontakt auf. Informieren Sie Ihre Gläubiger auch über Ihre derzeitige Zahlungsunfähigkeit. Sollten Sie nicht wissen, wo Sie überall Außenstände zu begleichen haben, holen Sie bei Ihrem zuständigen Bezirksgericht einen Exekutionsregisterauszug – hier sind alle gerichtlich eingeklagten Forderungen ersichtlich.

  • Verschaffen Sie sich auch einen Überblick über Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Hierzu können Sie unser Einnahmen-Ausgaben-Formular verwenden.

  • Kümmern Sie sich zuerst immer um gefährliche Schulden!

  • Machen Sie keine neuen Schulden, wenn Sie bereits zahlungsunfähig sind! Wenn Sie in dieser Situation neue Schulden eingehen, könnte dies eine Betrugsanzeige nach sich ziehen!

  • Sammeln Sie ab sofort alle Unterlagen, die ihre finanzielle Situation betreffen (zB Schreiben von Gläubigern oder deren Vertretern) sowie Ihre Kontoauszüge. Am besten Sie sortieren und bewahren Sie in einer Mappe auf!

  • Drohen Ihnen Gehaltexekutionen? Sprechen Sie so früh wie möglich mit Ihrem Arbeitgeber darüber und sagen Sie ihm, dass Sie an einer Lösung ihrer finanziellen Schwierigkeiten arbeiten und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

  • Denken Sie an die Möglichkeit von Beihilfen (zB Wohnbeihilfe, Rezeptgebührenbefreiung,…) und informieren Sie sich darüber.

Was sind gefährliche Schulden?

Unter gefährlichen Schulden versteht man Schulden, die die Existenz bedrohen oder nachhaltige Konsequenzen zur Folge haben können:

Miete/Strom/Heizung/Gas
Ein bestehender Mietvertrag kann bei Mietrückständen vom Vermieter gekündigt werden und im schlimmsten Fall kann es zu einer gerichtlich angeordneten Delogierung kommen. Bezahlen Sie Strom- oder Heizungskosten nicht, können diese abgeschaltet werden. Sollten Sie in diesem Bereich Rückstände haben, wenden Sie sich umgehend an die WOG Wohnungssicherung der Caritas

Geldstrafen
Bezahlen Sie angeordnete Geldstrafen nicht, kann eine Ersatzfreiheitsstrafe über Sie verhängt werden. Sollten Sie nicht den gesamten Betrag der Strafe zahlen können, setzen Sie sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung und vereinbaren Sie leistbare Ratenzahlungen.
Ersatzfreiheitsstrafen werden regelmäßig bei Verwaltungs-, Finanz- und Gerichtsstrafen verhängt.

Alimente
Auch diese Zahlungen gehören zu den Verpflichtungen, die regelmäßig geleistet werden müssen. Unterhaltsrückstände können zu einer strafrechtlichen Verurteilung führen.

Kontoüberziehung
Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Gehaltskonto immer im Haben führen. Im Zusammenhang mit Zahlungsproblemen bzw. Lohnexekution kann es sonst dazu führen, dass Sie über Ihr Existenzminimum nicht verfügen können.

Sind Ihnen Rückzahlungen möglich, zahlen Sie zuerst immer die gefährlichen Schulden!



Wie hoch ist mein Existenzminimum?

Die Höhe des Existenzminimums wird für jede Person individuell errechnet. Es richtet sich nach der Höhe des Nettoeinkommens und der Anzahl der Unterhaltspflichten. Außerdem hängt es von der Anzahl der Bezüge pro Jahr ab. Wenn Sie Unterhaltsschulden haben, reduziert sich das Existenzminimum um 25%.


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